Warschau in Verzug: Nationalstadion erhält noch keine Genehmigung

Ärger bereitet nach wie vor das Nationalstadion in Warschau. Bild: Wikipedia/Sliwers
Seitdem Polen und die Ukraine den Zuschlag für die Europameisterschaft 2012 bekommen haben, mehrten sich die kritischen Stimmen. Skeptiker befürchten, beide Länder könnten nicht pünktlich ihre Hausaufgaben erledigt haben.
Auch UEFA-Präsident Michel Platini musste sich bereits mehrfach zu Wort melden, um den Druck auf die beiden Nationen zu erhöhen, die nach wie vor in einigen Planspielen weit hinter den ursprünglich vorgesehenen Terminen hinterherhinken. Die nächste Hiobsbotschaft bezüglich der Euro 2012 kommt jetzt aus der polnischen Hauptstadt Warschau.
Testspiel Deutschlands musste bereits nach Danzig verlegt werden
Eigentlich nämlich sollte das Nationalstadion in Warschau nun am 29. Januar 2012 im Rahmen einer mehrstündigen Konzert-Veranstaltung eröffnet werden. Doch die Stadtverwaltung zog die dafür benötigte Genehmigung zurück. Grund seien Sicherheitsbedenken: Die Feuerwehr und auch die Bauinspektoren hatten im Innenraum des Nationalstadions gravierende Mängel angemahnt. Ob die Veranstaltung am 29. Januar stattfinden kann, sei noch nicht endgültig geklärt, wie Ewa Gawor, Leiterin des Sicherheitsbüros in Warschau, klarmachte. Ursprünglich hätten dort bereits im vergangenen Jahr die Nationalmannschaften von Polen und Deutschland aufeinandertreffen sollen. Damals wurde die Partie am 6. September 2011 aber kurzerhand nach Danzig verlegt, wo das neue 44.000 Zuschauer fassende Stadion bereits am 14. August letzten Jahres offiziell eröffnet wurde.
Drei Vorrundenspiele und jeweils ein Viertel- und Halbfinale geplant
Die Zeit in Warschau drängt also. Schließlich soll dort die EM 2012 mit dem Match der Gruppe A zwischen Gastgeber Polen und Griechenland am 8. Juni eröffnet werden. Außerdem ist es für die Vorrundenspiele Polen gegen Russland und Griechenland gegen Russland ebenso vorgesehen wie für jeweils ein Viertel- und ein Halbfinale der Europameisterschaft. Die ersten Bagger rollten in Warschau bereits zum Bau des Nationalstadions zum Start des Jahres 2009 aus. Eine Besonderheit der Arena ist, dass es sich künftig auch als Leichtathletik-Stadion nutzen lässt. Dazu kann das Spielfeld auf die Höhe des Mittelrangs angehoben werden.
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