Pawel Pogrebnjak: Russlands Stürmer stellt angebliche Beschimpfungen richtig

Veröffentlicht am 01.Feb.2012, 12:48 Uhr von |

Pawel Pogrebnjak kehrt dem VfB Stuttgart und Maskottchen Fritzle den Rücken zu - Bild: Wikipedia/Sebastian S.

Pawel Pogrebnjak kehrt dem VfB Stuttgart und Maskottchen Fritzle den Rücken zu - Bild: Wikipedia/Sebastian S.

Wie jeder andere Nationalspieler auch träumt Pawel Pogrebnjak von der Euro. Und diesen Traum sah der Russe mehr als in Gefahr. Beim VfB Stuttgart in der Bundesliga mangelte es ihm einfach an Spielpraxis. Durch die Verpflichtung von Vedad Ibisevic, der mit Bosnien-Herzegowina nicht bei der EM im Sommer dabei sein wird, schwanden Pogrebnjaks Chancen auf die Startelf bei den Schwaben noch zusätzlich.

Also kehrte er dem Ländle und der Liga den Rücken und versucht sein Glück nun bei einem englischen Verein in der Premier League. Der FC Fulham sicherte sich die Dienste des Stürmers. Eine Ablöse von etwa drei Millionen Euro steht im Raum.

Bobic „Pawel hat sich bis zuletzt korrekt verhalten“

Bis hierhin taugt das alles zu einer auf den ersten Blick ganz gewöhnlichen Transfer-Nachricht. Wenn da nicht die Sowjetski Sport gewesen wäre, eine der renommiertesten Tageszeitungen in Russland, wenn es um Sport geht. Die nämlich zitierte den Stürmer Russlands, der auch bei der EM 2012 das Trikot seines Landes tragen will, wie folgt: Die Stuttgarter Vereinsoberen hätten sich „wie Schweine verhalten“, soll sich Pawel Pogrebnyak wenig schmeichelnd geäußert haben, nachdem er aus dem Kader für die Partie gegen Borussia Mönchengladbach gestrichen wurde. Jetzt klärte der 28-Jährige das offensichtliche Missverständnis auf: Es sei nicht sein Stil, er sei gerne in Stuttgart gewesen, meinte der Russe zum Interview. Auf der VfB-Homepage nimmt Pogrejnyak weiter Stellung: „ Manch reißerische Worte, die heute durch die Medien geisterten, sind schlicht nicht wahr.“ Die Meinung deckt sich mit der von Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic, der nicht weiter nachkartet und bestätigt, dass sich „Pawel bis zuletzt korrekt verhalten hat“.

Beim VfB Stuttgart selten überzeugend

Am Ende also doch ein ganz marktüblicher Transfer für das 4,8 Millionen teure Missverständnis. Denn Pawel Pogrebnjak ließ sein Können beim VfB Stuttgart viel zu selten aufblitzen. 2009 hatten ihn die Schwaben als Nachfolger für Deutschlands Nationalstürmer Mario Gomez präsentiert, den es bekanntlich zum Rekordmeister FC Bayern München gezogen hatte. Dass er in Fulham auch finanzielle Einbußen hinnehmen müsse, interessiere ihn nicht. Denn die EM 2012 in Polen und der Ukraine stehe auf dem Spiel. Für Pawel Pogrebnjak wäre die Europameisterschaft somit fast ein Heimspiel. In zweieinhalb Jahren im Schwabenländle brachte es der russische Angreifer in 68 Spielen auf 15 Treffer für den VfB Stuttgart. Dazu gesellen sich noch sechs Assists. Nicht gerade eine eindrucksvolle Bilanz. Bei seinem Debüt für Russland im WM-Jahr 2006 traf er gleich zum 1:0-Sieg gegen Lettland, war anschließend aber meist nur zweite Wahl. Die EM 2008 in Österreich und der Schweiz verpasste Pawel Pogrebnjak wegen einer schweren Verletzung, die er sich kurz vor dem Turnier zugezogen hat. Da ist es nur all zu verständlich, dass dieses Mal der Traum von der Europameisterschaft nicht platzen soll.



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