Fluch der Verteidiger: Höwedes, Prödl und van Buyten fallen lange aus

Veröffentlicht am 23.Jan.2012, 16:33 Uhr von |

Sebastian Prödl - Bild: Wikipedia/Benjamin Radzun

Hat alles andere als gut lachen: Österreichs und Bremens Innenverteidiger Sebastian Prödl. Bild: Wikipedia/Benjamin Radzun

Der Auftakt zur Rückrunde in der Bundesliga hätte spektakulärer kaum starten können: Erst stolperte der FC Bayern München beim Herausforderer Borussia Mönchengladbach. Dann zog der FC Schalke durch ein 3:1 gegen den VfB Stuttgart nach Punkten mit dem Rekordmeister gleich. Und am Sonntag schließlich zauberte sich Borussia Dortmund mit einem 5:1-Triumph beim Hamburger SV ebenfalls noch punktgleich an die Tabellenspitze.

Vier Mannschaften, die nur ein winziges Pünktchen trennt – spannender geht es kaum noch. Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten. Der 18. Spieltag in der Bundesliga war nämlich auch geprägt von schweren Verletzungen der Innenverteidiger. Einer von ihnen wird auch Nationaltrainer Joachim Löw Sorgen bereiten: Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes erlitt einen Jochbeinbruch.

Schalke hält sich Verpflichtung eines Abwehrspielers offen

Es lief die 32. Spielminute in der Veltins-Arena, da rasselten Benedikt Höwedes und Mannschaftskollege Marco Höger mit den Köpfen zusammen. Höger rappelte sich wieder auf, für Höwedes ging es nicht mehr weiter. „Eine unglückliche Situation“, schickte der Teamgefährte gleich Genesungswünsche an seinen Kapitän: „Ich hoffe, dass er schnellstmöglich wieder fit wird“, meinte Höger nach dem Schlusspfiff. Doch daraus wird nichts. Die Diagnose lautete: Dreifacher Jochbeinbruch. Höwedes verbrachte auch die Nacht von Sonntag auf Montag im Krankenhaus, wurde mittlerweile erfolgreich operiert. Wie lange der deutsche Nationalspieler dem FC Schalke 04 fehlen wird, steht noch nicht fest. Bis es soweit ist, wollen die Königsblauen auf dem Transfermarkt nichts unternehmen. Doch sagt Manager Horst Heldt: „Wir sind schon jetzt am Limit.“ Denkbar scheinen mehrere Varianten: Benedikt Höwedes kann zwei, drei Wochen ausfallen, danach mit einer Maske auflaufen. Nicht unwahrscheinlich ist aber ebenso noch, dass der Innenverteidiger sechs bis acht Wochen pausieren muss.

Für Benedikt Höwedes wird es in Sachen EM eng

Letzteres Szenario wäre für Höwedes natürlich besonders bitter. Denn am 29. Februar empfängt Deutschland zu einem Testspiel die Nationalmannschaft Frankreichs im Bremer Weserstadion. Ein wichtiger Test auf dem Weg zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Und jedes Spiel, dass jetzt verpasst wird – das gilt natürlich nicht nur für Benedikt Höwedes –, ist ein herber Rückschlag in Sachen Nominierung für den EM-Kader. Anschließend stehen noch zwei weitere Spiele gegen die Schweiz (26. Mai) und gegen Israel (1. Juni) auf dem Programm. Das erste Gruppenspiel bestreitet die DFB-Elf am 6. Juni gegen Portugal.

Sebastian Prödl: Oberkiefer- und Nasenbeinbruch

Zwei weitere Nationalspieler traf es ebenfalls: Belgiens Daniel van Buyten vom FC Bayern München brach sich im Match im Borussia-Park in Mönchengladbach den Mittelfuß. Bereits am Samstag operiert erwartet den 33-jährigen Belgier nun eine Zwangspause von etwa zwei Monaten. Die hat auch Sebastian Prödl, Innenverteidiger bei Werder Bremen und der österreichischen Nationalmannschaft zu erwarten, den es ganz übel erwischte. Auf dem Betzenberg wollte Kaiserslauterns Stürmer Dorge Kouemaha eine brenzlige Situation vor dem eigenen Tor per Fallrückzieher klären – und traf mit voller Wucht Prödl im Gesicht. Die Konsequenz: Oberkiefer- und Nasenbeinbruch. Was die Verantwortlichen von Werder zusätzlich auf die Palme brachte, war die Tatsache, dass ein Elfmeterpfiff ausblieb. Schiedsrichter Robert Hartmann behauptete anschließend, die Szene nicht gesehen zu haben. Bremens Trainer Thomas Schaaf, sonst eher ein besonnener Zeitgenosse: „Das ist für mich unfassbar!“



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