Die DFB Pressekonferenz vor Deutschland – Türkei

Veröffentlicht am 06.Okt.2011, 12:12 Uhr von |

Um 11:30 Uhr startete die DFB Pressekonferenz mit Bundestrainer Jogi Löw. Es war eine ungewöhnliche PK, denn ein türkischer Übersetzer saß neben dem Trainer, dementsprechend lange dauerten stets die Antworten und Fragen.

Dauerthema war natürlich Mesut Özil – türkische Abstammung, er spielt aber dennoch im deutschen Trikot. Nun ist er angeschlagen, so daß es ungewiss ist, ob er spielen wird. Vorteil für Türkei? Nein, sagte der Bundestrainer, denn man genügend Alternative: André Schürrle z.B. – man muß sich eben umstellen, sollte Mesut nicht spielen können.

PK Deutschland Türkei

Foto: DFB-TV Screenshot des Livestreams

Nach der Ankunft am frühen Morgen gab es zunächst ein leichtes Training, nachmittags soll es dann weitere Abstimmungsübungen geben.

Wird Özil geschont?

Große Frage war auch, ob Özil geschont wird um einem möglichen Pfeiffkonzert aus dem Weg zu gehen. Mesut hatte den Bundestrainer zumindest nicht gebeten nicht aufgestellt zu werden. Mesut will auf jeden Fall mit nach Istanbul, er will spielen und will gegen die Türkei auflaufen.

Wie geht der DFB mit den deutsch-türkischen Talenten um?

Thema war auch, wie der DFB mit den deutsch-türkischen Talenten umgeht. Der DFB spricht mit den Spielern, macht aber keine Versprechungen. Man solle nicht nach sportlichen Aspekten entscheiden, sondern der Spieler sollte entscheiden, für welches Land das eigene Herz schlägt. Das Gefühl zählt und nicht die sportliche Position. Ebenso war es damals bei Cacau (der gebürtiger Brasilianer ist) oder bei Poldi und Klose (beide stammen aus Polen).

Jogi Löw war als Trainer einmal in Istanbul – hatte er Zeit sich mit alten Freunden zu treffen?

Nein, dazu ist die Zeit zu kurz. Die Konzentration liegt auf dem Spiel morgen Abend. Lediglich sein alter Co-Trainer von Feherbace hatte ihn kurz im Hotel besucht.

Auf welchen Spieler wird der Bundestrainer morgen besonders aufpassen müssen?

Die Türkei wird höchst motiviert sein. Neben den vielen langjährigen Spielern mit hoher Erfahrung wird es langsam einen Umbruch geben – viele junge Spieler kommen nach. Mit Nuri Sahin oder Altintop stehen ja auch genügend bekannte Gesichter in den Reihen der türkischen Nationalmannschaft.

Der Bundestrainer freut sich, selbst nun viele Spieler zu haben, die in der Champions League spielen – vor allem in der Eundrunde hat das Turniercharakter. Neu dabei sind die Spieler vom Meister BVB – eine Doppelbelastung mit einer Forderung am echten Limit – das tut den Spielern gut um mit Streßsituationen fertig zu werden.

Nun kommt der Kapitän Philipp Lahm auf das Podest.

Harald Stenger fängt an, redet von einer erfolgreichen WM 2010 und der Weiterentwicklung des Teams. Wie sieht der Kapitän das?

Das Team hat sich entwickelt, hat eine lupenreine EM-Vorbereitung gespielt und freut sich auf die Endrunde. Nun ist man motiviert eine Rekordserie zu schaffen – zehn Siege und jeder der Spieler will sich beweisen. Es zählt nun jede Leistung um dann auch im EM-Kader zu stehen. Deshalb wäre es eine Überraschung, wenn Deutschland der Türkei die drei Punkte schenken wird.

Natürlich wurde er auch zu seinem Buch befragt, er selbst hatte aber gar keine Lust darüpber zu sprechen, es ginge nur ums Quali-Spiel gegen die Türkei. Uups!

Was bedeutet türkischer Fußball für ihn? Welchen Fußball erwartet er morgen?

Er hat viele türkische Freunde, die morgen mitfiebern. Auch Hamil Altintop, sein alter Vereinskollege wird gegen ihn spielen. Grundsätzlich ist es ihm aber egal, gegen wen er spielt.

lahm



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