Bei ARD und ZDF sitzt man bei der EM 2016 in Frankreich in der ersten Reihe

Veröffentlicht am 23.Feb.2012, 20:29 Uhr von |

Am kommenden Mittwoch beginnt die heiße Phase. Die Teilnehmer der 14. Fußball-Europameisterschaft treten an zu ihren ersten Testspielen, um den Ernstfall im Sommer zu proben. Noch also müssen sich die Fans ein wenig gedulden, ehe in Polen und der Ukraine der erste Anpfiff ertönt. Doch schon jetzt macht die kommende EM 2016, bei der Frankreich Gastgeber sein darf, erste Schlagzeilen, über die sich TV-Zuschauer freuen dürfen.

Denn die ARD und das ZDF sicherten sich gemeinsam die Übertragungsrechte. Damit war seitens der Öffentlich-Rechtlichen zwar zu rechnen, aber eine Selbstverständlichkeit ist dies in Zeiten des Pay-TV sicherlich nicht.

ARD und ZDF haben sich die Rechte für die EM 2016 gesichert. Bild: Wikipedia/Juliane

ARD und ZDF haben sich die Rechte für die EM 2016 gesichert. Bild: Wikipedia/Juliane

„Ein wahres Fußballfest auf den heimischen Bildschirmen“

Wie viel die beiden Sender für das Lizenzpaket für die Euro 2016 zahlen müssen, darüber vereinbarte man Stillschweigen mit der Sportrechteagentur SportA, die die Interessen der zwei Sender vertreten hatte, und der UEFA. Zum Paket zählt außerdem, dass die Rundfunkanstalten des „Ersten“ die Partien im Radio übertragen dürfen. „Wir werden alles daran setzen, ein wahres Fußballfest auf die heimischen Bildschirme zu bringen“, verspricht ARD-Vorsitzende Monika Piel in einem ersten Statement nach dem perfekten Deal. Und ihr Kollege Markus Schächter, Intendant des ZDF, ergänzt frohen Mutes: „Wir werden auch 2016 unsere Innovationskraft bei Sportübertragungen unter Beweis stellen.“ Warum die Übertragungsrechte der EM 2016 so wichtig sind, liegt auf der Hand: Denn bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine werden zum letzten Mal 16 Mannschaften teilnehmen, darunter auch die deutsche Nationalmannschaft.

1996 wurde erstmals mit 16 Mannschaften eine Endrunde bestritten

In vier Jahren wird der Wettbewerb dann erstmals auf 24 Teams aufgestockt und in einem Modus absolviert, den man noch von der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko kennt. Dann kommen nämlich in den nunmehr sechs Vorrundengruppen nicht nur wie bisher die beiden Gruppenbesten weiter, sondern auch die vier besten der sechs Gruppendritten. Neu sein wird dann ein Achtelfinale. Für die ARD und das ZDF bedeutet das also neben mehr Spielen auch, dass im Idealfall die deutschen Kicker sieben statt bislang nur sechs Partien im Falles eines Einzugs ins EM-Endspiel bestreitet. Und das verspricht natürlich auch Traumquoten. Bei der Premiere in Frankreich wurde die EM 1960 noch mit lediglich vier Mannschaften bestritten. Bei der EM 1980 in Italien wurde die Endrunde dann auf acht Teams aufgestockt, die in zwei Vierergruppen spielten. Dieser Modus hatte bis einschließlich zur EM 1992 in Schweden Bestand. 1996 in England, wo Deutschland das letzter Mal Europameister wurde, wurde das Teilnehmerfeld erstmals auf vier Vierergruppen und somit 16 Mannschaften erweitert.



Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlog Top Liste - by TopBlogs.de RSS Verzeichnis